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60 Jahre dgs in NRW

Wir feiern am Samstag, dem 18. Mai 2019 gemeinsam...
Jubiläumstagung
der dgs-Landesgruppen Rheinland
und Westfalen-Lippe e.V.
 
Programm:
 
09:30 Uhr  offener Beginn mit Gesprächen, Kaffee, Tee, Obst und Gebäck
 
10:00 Uhr  Begrüßung durch die Vorsitzenden der beiden Landesgruppen,
                  Theo Schaus und Uta Kröger
           Grußworte:
           Yvonne Gebauer, NRW Schulmininisterin (angefragt)
           Gerhard Zupp, dgs-Bundesvorsitzender
 
10:30 Uhr  Jun.-Prof. Dr. Markus Spreer
                  Prosodie - die Musik in der Sprache.
                  Form und Funktion im (gestörten) Spracherwerb
                  
12:00 Uhr  Mittagspause: Lunchbuffet, Gespräche, Büchertisch
 
13:15 Uhr  Kabarettistisches mit Erwin Grosche
 
14:00 Uhr  Prof. Dr. Margit Berg, Ludwigsburg
                  Mehrsprachige Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen
 
15:15 Uhr  Kaffeepause
 
15:45 Uhr  Dr. Stephanie Riehemann, Köln
                
Der Baum, die Hase, der Auto
                 - Strategieorientierte Genustherapie im Schulalter
 
17:00 Uhr  Märzeit mit der Märchenerzählerin Selma Scheele
 
17:30 Uhr  Abschluss der Veranstaltung
 
- Änderungen vorbehalten -
 
Die Tagung ist auf 120 Teilnehmer*innen begrenzt und bietet 5 Fortbildungspunkte gemäß § 125 Abs.2 Satz 1 SGB V.
 
Teilnahmegebühr incl. Lunchbuffet und Getränken:
 
dgs-Mitglieder 60,00 €
dgs-Studierende/LAA 45,00 €
Nichtmitglieder 90,00 €
Studierende/LAA 75,00 €
 
Anmeldung ausschließlich online hier.
 
Tagungsort:
 
Mercure-Hotel Bochum City
Massenbergstraße 19-21
44787 Bochum
 
 
 

Jun. Prof. Dr. Markus Spreer
, Universität Leipzig
Prosodie - die Musik in der Sprache. Form und Funktion im (gestörten) Spracherwerb
In der Kommunikation kommt es nicht nur darauf an „WAS“ man sagt, sondern eben auch auf das „WIE“. Dazu finden neben nonverbalen Informationen die sogenannten prosodischen Parameter in der Sprache Verwendung, z.B. das Sprechtempo oder die Lautstärke. Im Vortrag wird nach einer Einführung zu den Parametern und Funktionen der Prosodie ein Überblick über die Entwicklung prosodischer Fähigkeiten und ihrer Bedeutung im Spracherwerb gegeben. Anschließend werden prosodische Störungen bei Kindern beschrieben sowie Möglichkeiten ihrer diagnostischen Erfassung und der Therapie vorgestellt.
 
 
 
 
Erwin Grosche
Kabarettist und Kinderbuchautor
 
Erwin Grosche (geb. 1955) lebt in Paderborn. Er isst gerne Kuchen und singt Kinderlieder. Er ist Schirmherr von UNICEF Paderborn, erhielt 2014 den Europäischen Nieheimer Katzenorden und sitzt seit 2015 im Beirat der Akademie für Erzählkunst. Er ist Botschafter der Stiftung Lesen und Schirmherr von „;Mentor – Die Leselernhelfer“. Seine Bücher wurden in vielen Ländern veröffentlicht. Jeden Tag geht er mit seinem Hund Milik spazieren und wenn er nach Hause kommt, hat er oft ein neues Kindergedicht geschrieben. www.erwingrosche.de
 
 
 
 
Prof. Dr. Margit Berg, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Mehrsprachige Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen
Für die meisten Kinder stellt der Erwerb mehrerer Sprachen (bei geeignetem sprachlichen Input) kein Problem dar. Ebenso wie bei monolingual aufwachsenden Kindern gibt es jedoch auch unter den mehrsprachigen Kindern eine Teilgruppe, deren Sprachentwicklung verzögert oder abweichend verläuft. Der Vortrag fokussiert Sprachentwicklungsstörungen bei mehrsprachigen Kindern und zeigt die besonderen Herausforderungen und die Konsequenzen für die Förderung im schulischen und therapeutischen Rahmen auf.
 
 
 
Dr. Stephanie Riehemann, Universität zu Köln
Der Baum, die Hase, der Auto - Strategieorientierte Genustherapie im Schulalter

Die korrekte Markierung des grammatischen Geschlechts stellt viele Kinder vor eine schwer lösbare Entwicklungsaufgabe. Einerseits sind Artikel zwar die meist verwendeten Wortformen unserer Sprache, andererseits sind sie durch ihre Polyfunktionalität weitgehend uneindeutig. Vor allem in bildungssprachlichen Kontexten des Unterrichts haben Artikel jedoch einen hohen Stellenwert und stellen die Grundlage verschiedener grammatischer, narrativer und schriftsprachlicher Kompetenzen dar.

Allein aus zeitökonomischen Gründen kann es nicht das Ziel einer Genustherapie im Schulalter sein, möglichst viele korrekte Genusmarkierungen zu etablieren. Vielmehr zielt die strategieorientierte Genustherapie auf eine Aktivierung der kindlichen Selbstlernfähigkeit. Therapeutische Handlungsfelder liegen damit in den Bereichen: Selbstmanagement, Strategieeinsatz und Umfeldarbeit.

Ausgehend von aktuellen Pilotstudien an der Universität zu Köln bietet der Vortrag einen kurzen Einblick in den prototypischen Aufbau einer strategieorientierten Genustherapie und gibt erste Hinweise auf mögliche Generalisierungseffekte.
 
 
 
Märzeit mit Selma Scheele
M.A. Theaterpädagogik, Erzählkunst, Projektkoordinatorin maerzeit.de
 
„Wenn ich auf Bühnen, in Klassen, in KiTas, Bibliotheken o.ä. erzähle, dann erzähle ich die Geschichte frei von einem Buch und nicht gebunden an einen Text. So bin ich im Moment und kann auf das jeweilige Publikum eingehen. Natürlich ist die Geschichte dramaturgisch und künstlerisch gestaltet und ausgearbeitet – der Rahmen ist gegeben, die Bilder sind durchdacht und die Worte fließen im Hier und Jetzt. Mit Worten, Gestik, Mimik und Stimme entstehen die Bilder und Aktionen der Geschichte, und manchmal auch Momente in denen die Figuren aufblitzen.“ www.maerzeit.de