Archiv

Unser Archiv

 

- Personelle Veränderungen im Vorstand unserer Landesgruppe Mehr dazu... (auf dieser Seite seit 06.04.2014)

- Trauer um unseren Ehrenvorsitzenden Hermann Grus. Ihm hat die dgs-Landesgruppe viel zu verdanken -plötzlich und unerwartet mussten wir von ihm Abschied nehmen. Mehr dazu...
(auf dieser Seite seit 05.03.2014)

- Kinder und Jugendliche mit Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation in inklusiven Bildungskontexten: Der dgs-Bundesverband veröffentlicht ein Positionspapier zum Thema. Mehr dazu... (auf dieser Seite seit 20.11.2013)

- Weitere Online-Petitionen auf Elterninitiative, die wir unterstützen möchten (seit 26.11.2013)

- SPD-Landtagsfraktion NRW kündigt in einer Pressemitteilung das Ende von 'Delfin4' und eine Neuausrichtung der Sprachförderung an

- Werbung neuer Mitglieder - Das 'Themenheft Inklusion' der 'Praxis Sprache' und zwei Ausgaben des E-Journals 'Forschung Sprache' stehen jetzt zum kostenlosen Download zur Verfügung. Mehr dazu... (aktualisiert am 20.11.2013)

 - Unser Interdisziplinärer Arbeitskreis hat neue Ansprechpartnerinnen: Ursula Wulff und Alexandra Hesse übernehmen die Aufgaben. Erfahren Sie mehr dazu... (aktualisiert am 19.11.2013)

- Westfälische Wilhelms-Universität Münster bietet Zertifikatslehrgang "Durch Musik zur Sprache" an. (seit 08.10.2013)

- Aufruf zur Beteiligung an einer Online-Petition zum Erhalt von Förderschulen

 - Positionspapier der Landesarbeitsgemeinschaft für sonderpädagogische Förderung und Inklusion Schon seit einiger Zeit arbeitet unsere
Vorsitzende Uta Kröger in diesem Zusammenschluss verschiedener Fachverbände in NRW mit. Nun wurde ein gemeinsames Positionspapier veröffentlich. Mehr dazu...

 

- Stellenbesetzungen an Förderschulen -ein Schriftwechsel. Mehr dazu... (auf dieser Seite seit November 2012)

- Gespräch mit dem Landesbehindertenbeauftragten Norbert Killewald

- dgs- Preis 'Gute Sprache' 2012 (Sept. 2012)

- Fragebogenaktion zum Thema 'Inklusion und Sprachtherapie/Logopädie/Sprachheilpädagogik (Nov.2012)

- Wir haben Sie gesucht! (Dez. 2011)

- AutorInnen für 'Praxis Sprache' gesucht!

- 'Praxis Sprache' jetzt auch für Mitglieder unserer Landesgruppe

- Aktuelle Aktivitäten (aktualisiert Juni 2011)

- Keine Gründung von Kompetenzzentren in NRW mehr (Feb. 2011)

- Mitgliederversammlung Oktober 2010

- Eine Ära ist beendet.... (Okt. 2010)

 - Zur Sprache gebracht! (Okt. 2010)

- Elternbefragung zur Zufriedenheit mit Förderschulen 'Sprache' in NRW

 



Positionspapier der Landesarbeitsgemeinsschaft für Sonderpädagogische Förderung und Inklusion


Im Dezember 2011 haben sich im Bereich Nordrhein-Westfalens mehrere Fachverbände zur 'Landesarbeitsgemeinschaft Sonderpädagogische Förderung und Inklusion' zusammengeschlossen - auch unsere dgs-Landesgruppe Westfalen-Lippe beteiligt sich hier aktiv. Im Verlauf des Jahres 2011 hat diese Kooperation bereits zahlreiche Aktivitäten entwickelt und viele Gespräche mit Politikerinnen und Politikern der unterschiedlichsten Coleur geführt. Zuletzt wurde am 30.11.2011 ein Parlamentarisches Gespräch mit Mitgliedern des Schulausschusses des NRW-Landtages geführt. Inhalte der Gespräche waren die Themen, die die LAG in Form eines gemeinsamen Positionspapieres zusammengefasst hat. Als nächster wichtiger Termin steht am 07.12.2011 ein Gespräch mit Schulministerin Sylvia Löhrmann auf dem Programm.

P.S.: zum Themenbereich 'Inklusion' gibt es auch eine interessante Buch-Rezension, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten: "Der Umgang mit Behinderung"




dgs-Preis 'Gute Sprache' 2012

Den Preis erhielten in Bremen die Bläck Fööss und das Schulamt der Stadt Köln


 
Fragebogenaktion zum Thema
 'Inklusion und Sprachtherapie - Logopädie - Sprachheilpädagogik

 

Vor wenigen Tagen erreichte uns über die dgs-Bundesgeschäftsstelle in Berlin ein Aufruf der LMU München, den wir hier gerne weitergeben und unterstützen möchten:

Sehr geehrte dgs-Mitglieder!
Der Lehrstuhl für Sprachheilpädagogik (Sprachtherapie und Förderschwerpunkt Sprache) der Ludwig-Maximilians-Universität München (Prof. Dr. Manfred Grohnfeldt, Dr. Karin Reber) führt derzeit in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (Professur für Logopädie; Prof. Anja Blechschmidt) eine Fragebogenerhebung zum Thema „Inklusion undSprachtherapie/Logopädie/Sprachheilpädagogik“ durch. 

 

Diese erfolgt über die Verbände der jeweiligen Länder, mit dem Ziel, Datenin Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und Finnland zur Situation vonSprachheillehrerInnen, SprachtherapeutInnen und LogopädInnen sowie zur Versorgungsqualität im Förderschwerpunkt Sprache zu erheben.
Zielgruppe der Erhebung sind also sowohl SprachheillehrerInnen als auch SprachtherapeutInnen, die mit Kindern und Jugendlichen im Schulalter arbeiten. Schwerpunkt der Befragung sind Angebote für diese Zielgruppe (z.B.Sprachtherapie in Praxen), aber auch und besonders Angebote, die sich direkt in Schulen befinden (z.B. Sprachtherapie, sprachtherapeutischer Unterricht,Sprachförderung, Beratungs- und Kooperationsangebote in inklusiven Settings). 

 

Ziel ist es herauszufinden, welche Berufsgruppen schon was im Setting Schule anbieten, wie die Zufriedenheit mit diesen Angeboten ist und was verbessert werden kann. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen würden und bis zum 10. Dezember 2012 an der Online-Befragung teilnehmen würden.

Die Umfrage finden Sie unter folgendem Link: https://survey.fak11.lmu.de/mrIWeb/mrIWeb.dll?I.Project=INKLUSION

 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: karin.reber (at)edu.lmu(dot)de

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung!



Wir haben Sie gesucht!!!

Mitte Oktober  haben wir für die Mitglieder unserer Landesgruppe je einen großen Briefumschlag mit unserer Mitgliederinformation 2011, einem Probeexemplar 'Praxis Sprache' und unserem 'doppelpunkt'-Fortbildungsprogramm 2012 auf die Reise geschickt... Sehr frustrierend war es dann, als diesmal 70 !!!! 'Rückläufer'  wieder bei unserer Absender-Adresse landeten: "Empfänger unbekannt verzogen"; "Empfänger nicht zu ermitteln", "Name an dieser Adresse unbekannt" usw. Mit wirklich sehr großem zeitlichen Aufwand (- und Sie wissen ja: wir arbeiten rein ehrenamtlich) haben wir inzwischen 60 der potentiellen Empfänger/Mitglieder recherchiert und die Briefe erneut versandt. Neben den vielen Stunden Arbeit auch ein nicht unerheblicher finanzieller Mehraufwand für die Landesgruppe. Bei der Recherche haben wir u.a.  festgestellt, dass sich Mitglieder offenbar beim Borgmann-Verlag, der die 'Sprachheilarbeit' für die dgs vertreibt, ab- bzw. umgemeldet haben, nicht aber bei der dgs-Landesgruppe selbst. Abgesehen vom Postversand haben wir häufig auch Probleme bei der Abbuchung der Mitgliedergebühren, weil uns Namensänderungen oder Änderungen der Bankverbindung nicht mitgeteilt wurden.Sicherlich haben Sie Verständnis dafür, dass uns dieser Teil unserer Vorstands- und Verwaltungsarbeit so nicht besonders viel Spass macht. Aber: Sie können uns helfen ! Bitte teilen Sie uns Namens- und Adressenänderungen sowie Änderungen Ihrer Bankverbindung unbedingt zeitnah mit. Das geht ganz leicht mit Hilfe unserer bereits vorbereiteten Änderungsmeldungonline oder auch formlos per E-Mail an k.spanke(at)dgs-westfalen-lippe.de oder u.kroeger(at)dgs-westfalen-lippe.de. Und falls sich bei Ihnen in der Hinsicht bereits vor einiger Zeit etwas geändert hat und Sie haben vergessen, uns diese Änderung mitzuteilen: es ist nie zu spät - wir sind immer dankbar, wenn wir unsere Mitglieder-Verwaltung auf aktuellem Stand haben können. In diesem Sinne...





'Praxis Sprache'  sucht AutorInnen - auch aus Westfalen-Lippe!

Anfang des kommenden Jahres wird die nächste Ausgabe von 'Praxis Sprache' - diesmal zum Themenkomplex 'Pragmatik und Kommunikation' erscheinen. Anders als das vorausgegangene Heft, dass wir als Landesgruppe zum Kennenlernen für alle unsere Mitglieder 'gesponsert' haben, können unsere Mitglieder alle weiteren Ausgaben nun nur mittels eines gesonderten Abos(2 Hefte pro Jahr für insgesamt 10 € incl. der darin enthaltenen Downloadrechte) erhalten. Nach dem Heft ist vor dem Heft - Heft 1/2012 ist im Druck - da beginnen auch auch schon die Vorbereitungen für die Ausgabe 2/2012 , die sich dem Bereich 'Komplexe Syntax' widmen wird. Gesucht werden Praxisbeiträge, die sich mit Therapie- und Unterrichtsstunden zu bestimmten syntaktischen Strukturen in allen Altersstufen oder mit der Vorstellung von Bilderbüchern/ Spielen/ Materialien im Hinblick auf eine bestimmte syntaktische Struktur und deren Einsatz in Therapie und Unterricht befassen. Oder haben Sie vielleicht noch eine andere Idee? Auch gut!  Redaktionsschluss ist der 30.06.2012. Richtlinien für die Manuskripterstellung finden Sie hier. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich AutorInnen aus Westfalen-Lippe an der nächsten Ausgabe dieser wirklich sehr praxisbezogenen Zeitschrift beteiligen würden. Und wenn Sie auf dem Gebiet versierte KollegInnen oder auch engagierte LAA's haben - sprechen Sie sie gerne auf dieses Thema an. Wenn Sie weitere Fragen haben oder sich zur Mitwirkung entscheiden möchten, setzen Sie sich bitte mit der Vorsitzenden unserer Landesgruppe, Frau Uta Kröger in Verbindung.   


 

 In Kooperation mit der dgs-Landesgruppe Bayern:

'Praxis Sprache' jetzt auch für Mitglieder unserer Landesgruppe

Die Zeitschrift existiert seit 2010 und bietet zwei Mal jährlich eine Vielzahl von Anregungen für die Arbeit mitsprachbeeinträchtigten Kindern. Jedes Heft widmet sich dabei einem bestimmten Thema.  

Ausgehend von Hintergrundinformationen zum jeweiligen Inhalt bietet die Zeitschrift Materialien aus der Praxis für die Praxis. Die Autoren der Beiträge arbeiten mit sprachbehinderten Menschen und stellen ihre Ideen so einem breiten Personenkreis zur Verfügung. Auch Sie können Ideen, Materialien, Praxisbeispiele oder Beiträge veröffentlichen. Nehmen Sie dazu Kontakt mit Uta Kröger auf (u.kroeger(at)dgs-westfalen-lippe.de).  Ergänzt wird die Materialfülle durch ein passwortgeschützes Online-Angebot. Hier können weitere Materialien und Arbeitsblätter herunter geladen werden.  Die Mitglieder der LG Westfalen-Lippe können ab sofort das Themenheft Praxis Sprache zum Preis von 5 Euro pro Heft erwerben. Füllen Sie dazu das Formular auf der letzten Seite des Mitgliederbriefes aus oder laden Sie es sich hierherunter. Der Beitrag (10 Euro für zwei Themenhefte pro Jahr) wird im Januar automatisch (unabhängig von der Jahresgebühr) eingezogen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nur möglich ist, die Themenhefte für jeweils ein Jahr—also für 10 Euro für zwei Hefte—zu abonnieren. Selbstverständlich können Sie den Bezug jeweils zum Jahresende wieder kündigen. Dazu reicht ein formloses Schreiben per Mail, Brief oder Fax.Weitere Informationen über die Zeitschrift finden Sie im Internet auf der Homepage der Landesgruppe Bayern unter  „Praxis Sprache“ (www.dgs-ev.de).

Themenhefte:
1/2010: Akkusativ
2/2010: Satz– und Anweisungsverständnis
1/2011: Leseverstehen & Lesemotivation
2/2011: Wortschatz „Berufe“
1/2012: Kommunikativ-pragmatische Förderung

Bitte beachten Sie: 'Praxis Sprache' wird ausschließlich an Mitglieder der dgs abgegeben. Also noch ein guter Grund, Mitglied zu werden, oder? Einen Aufnahmeantrag finden Sie hier.... 

 




Aktuelle Aktivitäten

Landesgruppenübergreifend formulierten Theo Schaus (dgs-Rheinland) und Uta Kröger Anfang April 2011 ein Schreiben an die Schulministerin Sylvia Löhrmann. In diesem Schreiben wurde um die Einladung zu Veranstaltungen wie Inklusionsfachtagungen oder z.B. dem „Gesprächskreis Inklusion“ gebeten. Ebenso wurde der Wunsch nach einem Gesprächstermin formuliert, um Anregungen aus Sicht der dgs zum Transformationsprozess geben zu können. Im Antwortschreibenäußerte Frau Gabriele Mauermann, dass das 2010 begonnene fachliche Entwicklungsgespräch zum Förderschwerpunkt Sprache fortgesetzt werden soll. Dazu werde auf Ebene der Bezirksregierungen eine landesweite Arbeitsgruppe gebildet, die sich ausschließlich mit spezifischen Fragestellungen von Inklusion und der Bedeutung des sonderpädagogischen Förderschwerpunktes Sprache beschäftigt. Zu dieser Arbeitsgruppe sollen auch die Vorsitzenden der dgs Rheinland und Westfalen-Lippe eingeladen werden. Dem Wunsch nach einer Einladung zum Gesprächskreis Inklusion konnte leider - u.a. aus Kapazitätsgründen – nicht entsprochen werden. Die Einladung zur Arbeitsgruppensitzung steht bisher noch aus...  

Im Verbund mit der im Dez. 2010 gegründeten 'Landesarbeitsgemeinschaft Sonderpädagogische Förderung und Inklusion' (LAG) fanden im Verlauf des Jahres zahlreiche Gespräche mit vielen verschiedenen Politikerinnen und Politikern statt:


Sprecher der Landtagsfraktionen im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend
•Dr. Carolin Butterwegge (LINKE): Mi, 08.06.11
•Wolfgang Jörg (SPD): Do, 30.06.11
•Bernhard Tenhumberg (CDU): Do, 30.06.11

Vorsitzende im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend
•Margret Vosseler (CDU): Do, 30.06.11

Landesbehindertenbeauftragter NRW 
Norbert Killewald: Mi, 13.07.11 

Schulministerin
•Sylvia Löhrmann: Mo, 19.09.11


Zudem trafen sich am 11. Juli 2011 Uta Kröger und Birgit Westenhoff als Vorsitzende unserer Landesgruppe und Angela Braun als Sprecherin des Bereiches ‚Heilpädagogische Kindergärten‘ unseres Interdisziplinären Arbeitskreises erneut zu einem gemeinsamen Gespräch mit dem Dezernenten des Landesjugendamtes im LWL, Herrn Hans Meyer und seiner Mitarbeiterin, Frau Kässler. Das Landesjugendamt ist Kostenträger aller (sprach-) heilpädagogischen Vorschuleinrichtungen in Westfalen-Lippe und von daher für uns als dgs ein wichtiger Ansprechpartner. Kernpunkt des diesjähriges Informationsaustausches war die Diskussion/Interpretation der Ergebnisse unserer Erhebung über die Bedarfe sprachauffälliger Kinder in (sprach-) heilpädagogischen Kindergärten in WL vom Februar 2011. Über die Bedarfe sprachentwicklungsgestörter Kinder konnte auch in dieser Runde selbstverständlich nicht diskutiert werden, ohne die durch die UN-Konvention vorgegebenen Strukturänderungen mit einzubeziehen. Herr Mayer machte noch einmal sehr nachdrücklich darauf aufmerksam, dass das LJA in keiner Weise beabsichtige, heilpädagogische Kindergärten zu schließen. „Wir brauchen auch weiterhin heilpädagogische Gruppen in den Kindergärten, um wirklich allen Förderbedarfen gerecht werden zu können.“ Aber: rein heilpädagogische Kindergärten wie bisher soll es ab 2015 nicht mehr geben — bis dahin muss die Umwandlung in zumindest additive Einrichtungen vollzogen sein. Am Ende des Treffens bestand — wir denken,  auch auf Seiten des LJA — das Gefühl, ein offenes, konstruktives Gespräch mit einander geführt zu haben, das auch in der Sache weiterführen kann. Eine Fortsetzung des jährlichen Meinungsaustausches wurde vereinbart.

 


NRW-Schulministerin Löhrmann will keine Gründungen von Kompetenzzentren mehr zulassen

Lesen Sie hiereine Pressemitteilung der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, Ingrid Pieper-von-Heiden

 


 


Elternbefragung zur Zufriedenheit mit Förderschulen 'Sprache' in NRW






 





 Mitgliederversammlung im Oktober 2010

Am Samstag, dem 30. Oktober 2010 fand die in diesem Jahr bereits zweite Mitgliederversammlung der dgs-Landesgruppe Westfalen -Lippe statt.
Nachdem der bisherige Vorsitzende, Hermann Grus, nicht mehr zur Wahl stand, musste der Vorstand neu formiert werden. In Anerkennung seiner großen Verdienste um die Landesgruppe in seinen 20 Jahren als Vorsitzender ernannte die Mitgliederversammlung Hermann Grus zum Ehrenvorsitzenden (siehe gesonderten Bericht).

Erörtert wurde die Notwendigkeit, im Zuge der entsprechenden Beschlussfassung der Delegiertenversammlung im September in Dortmund auch die Mitgliedsbeiträge der Landesgruppe neu ordnen zu müssen. Die Mitgliederversammlung beschloss dann eine Anhebung der Beträge mit Wirkung zum 01.01.2011 und die Ergänzung um eine Kategorie 'Rentner und Pensionäre'. Die Beitragsstruktur ab Januar 2011 stellt sich demanch wie folgt dar:


Vollmitglieder zahlen 70,00 € p.a.

Studierende zahlen einen ermäßigten Beitrag von 50,00 € p.a.
Pensionäre und Rentner zahlen einen ermäßigten Beitrag von 60,00 € p.a.

 I


Im Anschluss an die Versammlung stellte sich der neugewählte Vorstand vor dem Kurhaus Bad Hamm zu einem Gruppenfoto
von links nach rechts: Gisela Gillmann (Schriftführerin); Birgit Westenhoff (Fortbildungsreferentin), Klemens Spanke (2. Vorsitzender,Kassenführung LG); Stefanie Höpfner (stellv. Fortbildungsreferentin); Uta Kröger (1. Vorsitzende, Mitgliederverwaltung); Gabriele Frontzek (Fortbildungsreferentin), Hermann Grus (Ehrenvorsitzender)



 Eine Ära ist beendet ...

 
Mit der Mitgliedsnummer 90 gehörte er zu den dgs-Mitgliedern der ersten Jahre - seit 1963 gehört er der Landesgruppe Westfalen-Lippe an. 20 Jahre lang - von 1990 an führte er als 1. Vorsitzender die Geschicke unserer Landesgruppe - und hat dabei nachhaltige Spuren hinterlassen. In dieser Zeit steigerte sich die Zahl der Mitglieder von 150 auf 600. In seine Amtszeit fielen auch die inhaltiche und organisatorische Gestaltung der dgs-Bundeskongresse in Münster (1996) und Dortmund (2010). In unserer 'Mitgliederinformation- Ausgabe 2010' schreibt er: "Die dgs ist für mich mehr als ein Wahlamt gewesen, sie war mir eine gern wahrgenommene Aufgabe und Verpflichtung. Ich wünsche uns, dass wir als dgs in den kommenden Jahren dazu beitragen können, dass Sprachheilpädagogik und Therapie verlässliche Faktoren in der Schul-, Bildungs-, Gesundheits- und Sozialpolitik bleiben"

Bei der anstehenden Neuwahl des Landesgruppen-Vorstandes im Rahmen der Mitgliederversammlung am 30. Oktober 2010 trat Hermann Grus nun nicht mehr zur Wiederwahl an. Der alte und dann neue Vorstand der Landesgruppe bedankte sich bei ihm besonders herzlich für seine geleistete Arbeit und beantragte in Anerkennung seiner Verdienste seine Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der Landesgruppe. Aus der Hand seiner Nachfolgerin - Uta Kröger - erhielt Hermann Grus sodann seine Ernennungsurkunde.













Zur Sprache gebracht!

Unter dem Motto „Zur Sprache bringen - Disziplinen im Dialog“ fand in der Zeit vom 23.09. bis zum 25.09.2010 der 29. Bundeskongress der dgs im Kongresszentrum der Westfalenhallen in Dortmund statt. Eingebettet wurde der Kongress in ein wunderbares Rahmenprogramm, welches schon am Mittwoch bei spätsommerlichen Temperaturen mit dem Begrüßungsabend am Floriansturm begann. Der Kongressabend unter dem Motto „Hömma – Issma – Tanzma“ ließ die Gäste die Mentalität des Ruhrgebiets erleben. Die dort verbreitete positive Stimmung hielt während des gesamten Kongresses an.

Bei der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagvormittag wurde bereits die Interdisziplinarität in Form einer Diskussionsrunde sichtbar. Nach einem Impulsreferat von Prof. Dr. Ute Ritterfeld kamen Vertreter von dgs, dbs, Hochschule, Medizin, Ministerien, Landesjugendamt und Eltern miteinander in den Dialog.
Zentrale Äußerungen waren dabei  Gelingensfaktoren, welche für die Umsetzung der UN-Konvention und somit der Inklusion sprachbehinderter Menschen von grundlegender Bedeutung sind. Sowohl Ressourcenfragen als auch die Notwendigkeit einer professionellen Umsetzung mit hoher Fachlichkeit wurden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und thematisiert. Behutsam vorzugehen -ohne gut funktionierende Systeme einfach zu zerstören- den Elternwillen zu berücksichtigen und zum Wohl des Kindes zu entscheiden waren dabei immer wieder geforderte Anliegen. Fragestellungen und Meinungen aus einer parallel stattfindenden Teilnehmerbefragung flossen ebenfalls in diese Runde ein.

Ein weiterer Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung war die Verleihung des Preises „Gute Sprache“. Der Preisträger Tom Buhrow, unter anderem bekannt als ARD-Tagesthemenmoderator, wurde als Person ausgezeichnet, die in der Öffentlichkeit steht und durch innovative Projekte vorbildhafte, kindgerechte Sprache in den Vordergrund stellt. Gemeint war dabei das SWR3-Projekt „Tim fragt Tom“, bei dem Tom Buhrow dem kleinen Tim schwierige Begriffe aus den Nachrichten erklärt. Live konnte das Publikum erleben, wie „Tim“ die Begriffe „Integration“ und „Migration“ von „Tom“ erklärt wurden. Auch in diesem Rahmen wurde von den Beteiligten festgestellt, dass die Sprache der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe ist.

Während der weiteren Veranstaltung fanden eine Vielzahl von Vorträgen, Workshops und Foren zu den drei strukturierenden Säulen „Frühe Kindheit“, „Kindheit und Jugend“ und „Erwachsenenalter“ statt.

Im Bereich der „Frühen Kindheit“ konnten sich die Teilnehmer einen breiten Überblick über Fragestellungen aus Forschung und Therapie verschaffen. Dabei ging es nicht nur interdisziplinär sondern auch international zu. So referierte Prof. Dr. habil. Ulrike M. Lüdtke zum Thema „Vorschulische Sprachdiagnostik und Sprachförderung in den USA“ und gab mit dieser internationalen Vergleichsuntersuchung Impulse für die bildungspolitische Planung in Deutschland. „Über den Tellerrand“ schauten auch Prof. Dr. Jürgen Steiner und MAS Wolfgang G. Braun, indem sie mit einem Blick in die Schweizer Praxis „Tools der logopädischen Präventionsarbeit“ vorstellten. Prof. Dr. Nitza Katz-Bernstein, Prof. Anke Lengning und Dr. Amelie Abarca informierten schließlich noch zur Förderung von in Armut lebenden Vorschulkindern in Ecuador.
Weitere Schwerpunkte in dieser Säule waren sowohl diagnostische, therapeutische und medizinische Aspekte als auch die daraus resultierenden praktischen Umsetzungsmöglichkeiten zur Förderung sprachbeeinträchtigter Kinder.
Der Pfeiler „Kindheit und Jugend“ war geprägt von einer Vielzahl von pädagogischen Angeboten. Angefangen bei der Lehrersprache als Förderinstrument, über „Bausteine sprachheilpädagogischen Unterrichts“, die Dr. Karin Reber und Dr. Wilma Schönauer-Schneider anschaulich darstellten, bis hin zu Aspekten des Schriftspracherwerbs war für die Teilnehmer eine breite Angebotspalette vorhanden. Es wurde auch hier deutlich, wie wichtig die Vernetzung einzelner Professionen ist, um eine adäquate Förderung anbieten zu können. Förderschwerpunktübergreifend referierte Prof. Dr. Jens Boenisch zum Thema „Sprachförderung körper-/geistig behinderter Kinder und Jugendlicher ohne (verständliche) Lautsprache“. Im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen gab Dr. Margit Berg zum Thema „Sprachverständnis von Schülern und Schülerinnen mit dem Förderschwerpunkt Lernen“ wichtige Impulse und Prof. Dr. med. Michele Noterdaeme erklärte, wie sich die Störung der Sprachentwicklung auf die sozio-emotionale Entwicklung auswirkt.
Reinhard Dümler machte in seinem Kurzvortrag „Irrwege bei der Förderung von Kindern mit Lern- und Sprachstörungen“ auf mögliche Stolpersteine aufmerksam, auf die bei der inklusiven Unterrichtung von Kindern mit Lern- und Entwicklungsstörungen besonders geachtet werden muss.
Der Themenblock aus dem Gebiet „Erwachsenenalter“ beschäftigte sich mit therapeutischen Belangen, zum Beispiel bei beginnender Demenz. Aber auch „Stimmstörungen im Alter“, und „Lesen bei Aphasie“ und „Sprechapraxie bei Erwachsenen“ wurden thematisiert. Uta Feuerstein und Uta Himmelmann stellten in einem Vortrag die „Stimmig sein-Methode“ vor und ergänzten die theoretischen Ausführungen im anschließenden Workshop praktisch.

Am Freitag bildete das Thema „Inklusion“ einen besonderen Schwerpunkt. Gleich in zwei Foren wurde darüber diskutiert, wie gemeinsames Lernen bzw. die größtmögliche Teilhabe an der Gesellschaft auch für sprachbeeinträchtigte Menschen erreichbar sein kann. Dabei wurde vor allem betont, dass auch langfristig eine qualifizierte Förderung, entsprechend den besonderen Bedürfnissen, gewährleistet werden muss. Um den Transformationsprozesses erfolgreich zu gestalten, sollten keine Systeme abgeschafft werden, bevor eine „andere Art“ der Förderung nicht mindestens genauso erfolgreich ist, vor allem auch deshalb, weil Eltern mit der Beschulung an einer Förderschule Sprache vorwiegend sehr zufrieden sind. Diese These  wurde und wird momentan wissenschaftlich von der TU Dortmund unter Federführung von Prof. Dr. Ute Ritterfeld  für das Land NRW  belegt. Die Studie „Sprache 2010“ hat ganz aktuell eine Elternbefragung zur Zufriedenheit mit der Förderschule Sprache in NRW durchgeführt. Erste Auswertungen wurden ebenfalls im Rahmen des Kongresses vorgestellt.

Fachlichen Austausch gab es schließlich auch noch bei der Tagung der Ministerialreferenten der Länder, der Dozentenkonferenz, dem Fachleiter-Treffen, dem StudiRefBasar sowie dem  Treffen der dgs-Fortbildungreferenten.
Den Abschluss der dreitägigen Veranstaltung bildete schließlich das Forum „Der Zukunft einen Standort geben“. Ergebnisse aus der Teilnehmerbefragung wurden vorgestellt. Ganz klar stand auch hier wieder der sprachbeeinträchtigte Mensch im Mittelpunkt: Nicht zu vergessen, dass in den letzten Jahren gut funktionierende Systeme aufgebaut wurden, wohl aber auch über andere Möglichkeiten der Förderung nachzudenken, sprich flexibel und anpassungsfähig zu sein. Prof. Dr. Manfred Grohnfeld erinnerte in seinem Vortrag schließlich an ein Zitat von Popper & Lorenz (1988): „Die Zukunft ist offen…und alles ist möglich“.
Im diesjährigen Kongress wurde deutlich, dass die Richtung, die schon beim Kongress in Cottbus 2008 unter dem Motto „Sprache als Brücke“ eingeschlagen wurde, weiter ausgebaut und intensiviert wurde. Die Brücke wurde geschlagen, die Disziplinen sind miteinander im Dialog. Nun ist es an uns, diesen Weg weiter zu gehen, Netzwerke zu pflegen und auszubauen, weiterhin Engagement zu zeigen und das Fachwissen zu erweitern.